Tipps für gutes Bildmaterial

Ihre Fotos müssen nicht professionell erstellt worden sein, dennoch gilt generell der Grundsatz der Qualität, nicht der Quantität. Der Betrachter sollte ein möglichst genaues, aktuelles und deutliches Bild von Ihnen erhalten.

Daher empfiehlt es sich, bei Verfügbarkeit eine größere Auswahl an Fotos einzusenden (bitte nicht mehr als 15 Bilder); Unsere Teams benötigen für Ihre Unterlagen mindestens zwei aktuelle Fotos (bei der Online-Bewerbung können maximal zwei Fotos mitgeschickt werden, weitere Bilder sind zunächst nicht notwendig, können aber gerne per Post unter Angabe von Namen und Geburtsdatum nachgereicht werden).

Die Bilder sollten mindestens folgenden Kriterien entsprechen (siehe Beispiel 01/Beispiel 02):

  • 1 Portraitfoto (Hochkant-Format, Farbe), 1 Ganzkörperfoto
  • maximal 3 – 4 Wochen alt, ihrem jetzigen Aussehen entsprechend
  • Mindestgröße 10 x 15 cm (als Abzug bitte nicht größer als DIN A 4)
  • Gesicht muss gut zu erkennen sein (z.B. beim Portrait 10 x 15 cm ein Kopfdurchmesser von ca. 5 – 8 cm, siehe Beispiele 01/02)
  • keine "Gruppenfotos" ("Ratet mal, wer ich bin...")
  • entweder als Abzug auf Hochglanz-Fotopapier oder vom Fotografen abgezogen
  • oder als Dateien auf CD-ROM/Daten-DVD im Dateiformat .jpg (mind. 300 dpi)
  • oder mit der Onlinebewerbung ausschließlich im .jpg Format, mind. 13x18 cm bei mind. 72 dpi, bitte nicht größer als 2,5 MB pro Bild -> Fotos aus Digitalkameras können in der Regel 1:1 übertragen werden
  • keinesfalls "Eigendrucke" (weder Tintenstrahl- oder Laserdrucker noch Farbkopie o.ä.)
  • Bildmaterial keinesfalls vorder- bzw. rückseitig beschriften oder "antackern"; auch Datumseindrucke durch die Kamera sind unerwünscht.

Beispiel 01 / Beispiel 02

- Zwei "richtige" Portraits (rechtes Bild zur Veranschaulichung der Größenverhältnisse) -

  

   

 Was unterscheidet gutes bzw. brauchbares Bildmaterial von schlechtem ?

Die Vermittlungschancen erhöhen sich, je höher die Qualität des eingereichten Bildmaterials ist. Aber was bedeutet "höhere Qualität" ? Im folgenden haben wir einige positive und negative Beispiele dafür gesammelt, wie gutes bzw. schlechtes Bildmaterial aussehen kann:

 Grösse / Einstellung

Die ersten beiden Bilder (Portrait und Ganzkörperaufnahme) müssen hochkant aufgenommen worden sein. Auf einem Portraitfoto der Größe 10 x 15 cm sollte der Kopf in etwa einen Durchmesser von 5 - 8 cm haben (siehe Beispiele 01/02). Wenn das Gesicht sehr viel größer abgebildet ist, wird zu viel vom gesamten Kopf abgeschnitten, bei einer kleineren Abbildung wird es undeutlich und nicht erkennbar. Unsere Teams und unsere Auftraggeber wollen ausschließlich den Bewerber sehen und erkennen, nicht den schicken Hintergrund beim Fotografen oder den Strand von Rügen... Also auch bei Ganzkörperaufnahmen darauf achten, dass das Bild "ausgefüllt" (nicht zu viel Hintergrund, siehe Beispiele 03/04), aber trotzdem nichts "abgeschnitten" ist (keine Füsse oder keine Haare).

Beispiel 03 / Beispiel 04

- Zwei Beispiele für "Suchbilder", auf denen das Modell nicht zu erkennen ist -

  

Das Bildmaterial sollte die Größe von 10 x 15 cm nicht unterschreiten, da das Gesicht dann nicht mehr gut zu erkennen ist. Absolut ungeeignet sind Passbilder! Die Größe sollte aber auf der anderen Seite bei originalen Fotoabzügen das DIN A4 Format nicht überschreiten (bei digitalem Bildmaterial entsteht durch die Auflösung teilweise größeres Bildmaterial). Digitales Bildmaterial von einer Kamera bitte nicht bearbeiten oder verkleinern

Wenn Sie Ihre Bilder scannen, um Sie uns in digitalem Format zu senden, scannen Sie die Bilder mit einer Auflösung zwischen 300 dpi und 600 dpi bei einer Mindestgröße von 10 x 15 cm möglichst in einem unkomprimierten Format (.tif oder .bmp). Alles, was kleiner oder größer gescannt wird, ist für unsere Teams unbrauchbar. Bitte achten Sie beim scannen darauf, dass die Bilder gerade auf dem Scanner liegen und nicht zu viel Rand mitgescannt wird, des weiteren dass das Bildmaterial sowie das Auflagenglas des Scanners sauber und staubfrei sind. 

Am liebsten sehen unsere Teams das digitale Material unkomprimiert auf einer CD-ROM oder Daten-DVD. Das Bildmaterial muss auf jeden Fall als eigenständiges Material auf der CD-ROM sein. Bilder in einer Word-Datei, Videodatei oder einer Adobe Acrobat-Datei eingebunden sind nur schwer herauszukopieren und viel zu umständlich für uns zu lesen. Außerdem reduzieren solche Einbettungen die Daten in den meisten Fällen auch wieder, die Bilder werden also kleiner und schlechter in ihrer Qualität.

 Belichtung

Hier gilt: künstlerisch angehauchtes Material hebt in erster Linie das Können (oder Nicht-Können) Ihres Fotografen hervor. Es geht bei der Aufnahme in eine Casting-Agentur aber um SIE! Sie müssen erkennbar sein – das heisst, nicht zu hell und nicht zu dunkel (siehe Beispiele 05/06). Auch Schattenspiele sind bei einem normalen Portraitfoto verboten.

Beispiel 05 / Beispiel 06

- Überbelichtet: Gesicht nicht zu erkennen / Unterbelichtet: Modell sieht nicht in die Kamera -

  

Sollten Sie zusätzlich über solches Material verfügen, freuen sich unsere Teams darüber, wenn Sie auch davon Bilder mitschicken. So können Sie unseren Teams evtl. weitere Facetten Ihres Aussehens verdeutlichen, die auf einem normalen Foto nicht herauskommen. In erster Linie benötigen unsere Teams von Ihnen aber zwei ganz normale Fotos!

 Posen

Neben den beiden in jedem Fall geforderten Aufnahmen (Portrait und Ganzkörperaufnahme), ist es von Vorteil, wenn Sie weiteres Material von sich dem Fragebogen beilegen. Das Portrait sowie die Ganzkörperaufnahme (beide im Hochkantformat) sollten Sie bzw. Ihr Gesicht relativ frontal und in Gänze zeigen: keine Profilaufnahmen (siehe Beispiel 08), keine Ausschnitte des Gesichtes, nicht ihren Körper von hinten oder ihr Gesicht von hinten, keine extremen Perspektiven (also von sehr weit oben oder von sehr weit unten), keine Spielereien z.B. über einen Spiegel fotografiert, keine besonderen Posen (sitzen, liegen etc.). Auf dem ersten Portrait ist es "Pflichtübung" zu lächeln, Hände (siehe Beispiel 07) oder "Requisiten" (Gläser, Flaschen, Mauern, Fenster, Bierdosen, Lippenstifte etc.) vor dem Gesicht sind natürlich verboten, die AUGEN müssen OFFEN sein! Wir wollen Ihre Ausstrahlung, Ihre Augen sowie Ihre Zähne sehen (also das ganze Gesicht)! Bitte sehen Sie in die Kamera! Die Ganzkörperaufnahme muss in einer stehenden Pose aufgenommen werden, möglichst frontal zur Kamera (Spielereien über die Schulter oder im Sitzen schummeln eine Menge weg...). Es verleiht dem Bild mehr Lebendigkeit, wenn Sie auf diesem Bild den Eindruck einer leichten Bewegung vermitteln können (also beim Gehen, etwas nach vorne gebeugt, leicht gedreht etc.) Wenn Sie auf der Ganzkörperaufnahme lieber nicht lächeln wollen, ist dieses in Ordnung, aber auch hier sehen Sie bitte in die Kamera!

Beispiel 07 / Beispiel 08

- Gesicht durch Hand nicht zu erkennen / Gesicht im Profil nicht aussagekräftig für Modell -

  

Weiteres Material darf von den Vorgaben für die ersten beiden Fotos abweichen und Sie in einer "künstlichen" bzw. "künstlerischen" Pose zeigen. Fragen Sie Ihren Fotografen, welche Posen man einnehmen kann oder blättern Sie selbst einmal in einschlägigen Magazinen und suchen sich Posen heraus, die Ihnen gefallen. Auch auf diesen Bildern ist Lächeln nicht unbedingt erforderlich, dennoch sollten Sie auf Ihren Ausdruck achten und das Gesicht nicht unbedingt immer verstecken (Beispiele für Ausdruck des Gesichtes und der Pose: traurig, fröhlich, verträumt, wütend, verführerisch. Hier sind natürlich auch oben angesprochene "Spielereien" mit Requisiten oder z.B. über einen Spiegel erlaubt.

 Weitere Fehler

Auf keinen Fall sollten auf den Fotos andere Personen als Sie zu sehen sein. Gruppenbilder (siehe Beispiel 09), auf denen Sie sich treffend fotografiert finden, behalten Sie lieber bei sich zu Hause und hängen sich diese zur Erinnerung an die tolle Feier etc. an Ihren Kühlschrank. Unsere Teams wissen erstens nicht, welche der Personen denn nun Sie sind, zweitens sind solche Bilder meistens von der Einstellung her zu klein, oder die Personen haben keinen "fotogenen" Blick, oder es ist viel zu dunkel oder oder oder... Des weiteren raten unsere Teams sehr ungern (Ratet mal, wer ich bin?)!

Beispiel 09

- Wer von beiden ist denn nun der/die BewerberIn ?!? -

Die ersten beiden Bilder müssen unbedingt in Farbe sein. Schwarz/weiss Bilder sind als weiteres Material auch erlaubt, aber auf den ersten beiden Bildern wollen unsere Teams Sie so sehen, wie Sie in Natura sind. Schwarz/weiss Bilder können viel "wegschummeln", was Sie evtl. nicht so gerne von sich zeigen wollen. Auch eine übermäßig helle Belichtung kann viel wegnehmen von Ihren "Makeln". Vielleicht sind es aber gerade diese Makel, die ein Auftraggeber sucht. Schummeln Sie nicht bei Ihren Bewerbungsbildern! Wir und unsere Auftraggeber wollen nicht die "Katze im Sack" kaufen. 

Wir müssen uns darauf verlassen, dass das Bildmaterial der Realität entspricht. Auch eine Bearbeitung mit einem Fotoprogramm sollte nicht stattfinden, obwohl man auch damit viele Ihrer Makel (kleine Narben, Muttermale, Leberflecke) wegnehmen kann (siehe Beispiele 10/11). Verzichten Sie daher auf Filter etc.

Es wäre doch schade, wenn ein Auftrag schließlich doch noch in letzter Minute platzt, weil Sie auf Ihrem Bild nicht mehr der Realität entsprechen (das Bild viel zu alt ist oder Sie sich anders dargestellt haben, als Sie in natura aussehen).

Beispiel 10 / Beispiel 11

- Narben, Unreinheiten, Leberflecke, rötliche Gesichtsfärbung / ebene Haut ohne Makel (geschummelt!) -

  

Eine weitere Bitte: Wenn Sie sich auch für Modelling im Bereich 'Bademoden' oder 'Dessous' bewerben wollen, teilen Sie uns dies zunächst im Bogen mit und legen evtl. ein weiteres Bild von sich in Bademoden oder Dessous oder sogar als Akt bei (bitte nur "seriöses" und "ästhetisches" Material). Bitte keine Bewerbungen mit ausschließlich Akt- oder Bademodenaufnahmen. Wir können und werden diese Fotos unseren Auftraggebern, die ausschließlich seriös arbeiten, nicht zeigen! 

Also bedenken Sie bitte bei der Auswahl solcher Fotos, ob sie - auch auf Dritte - wirklich seriös und ästhetisch wirken!